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Oesterreich Ungarn KronlaenderDie Kronländer Österreich-Ungarns 1908-1918

 

Oft herrscht Begriffsverwirrung über die einzelnen österreichischen Armeen.

k.k. - bedeutet kaiserlich-königlich und wurde ab 1745 mit der Kaiserkrönung Kaiser Franz Stephans eingeführt.
Kaiserlich bezieht sich auf das Heilige Römische Reich, königlich auf Ungarn.

k.u.k. - bedeutet kaiserlich und königlich und war die Nachfolge-Armee ab der Heeresreform von 1869. k.u.k. wurde allerdings erst ab 1889 auch praktisch verwendet, davor und meist auch danach verwendete man den Ausdruck "gemeinsame Armee".
Kaiserlich bezieht sich auf das Kaiserreich Österreich (die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder), königlich auf Ungarn (die Länder der heil. Stephanskrone)..

k.k. (ab 1869) - bedeutet kaiserlich-königlich und bezieht sich nur auf die österreichische Reichshälfte.
Kaiserlich bezieht sich auf das Kaiserreich Österreich, königlich auf Böhmen, Galizien und Dalmatien.
Das war die österreichische Landwehr.

k.u. (ab 1869) - bedeutet königlich ungarisch
Das war die ungarische Landwehr.

k.s. (ab 1869) bedeutet kroatisch-slawonisch
Das war die kroatische Landwehr, die zur ungarischen Landwehr gehörte aber Sonderrechte hatte

Es gab ab 1869 also drei unabhängige Armeen mit drei verschiedenen Kriegsministerien (2 in Wien und 1 in Pest).
Alle drei hatten eigene Infanterie, Kavallerie, Artillerie usw. - Einheiten.
Deshalb ist das Kürzel davor so wichtig.

Daneben gab es noch die k.u.k.-Kriegsmarine, sowie die k.k.-Gendarmerie, die k.u.-Gendarmerie, letztere waren den beiden Landwehren unterstellt sowie die bosnisch-hercegowinische Gendarmerie.

Diese verwirrende Vielfalt an Armeen erklärt, gemeinsam mit den Rangstufen und den zeitbedingten Veränderungen auch die Vielfalt von Uniformen.

 

Kategorie: Interessantes rund um das Militär im alten Österreich
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